Gemeinsam für mehr Strandvogelschutz
Strandinseln für Regenpfeifer und Seeschwalben
Die Reparatur von Winterschäden an Beschilderungen von Schutzzonen des Nationalparks ist seit langem eine typische Frühjahrsarbeit unserer Teams. Neu hinzu kommt der Aufbau einiger Strandinseln insbesondere zum Schutz von Zwergseeschwalben und Sand- oder Seeregenpfeifern. Auf Sylt sind unsere Freiwilligen schon seit einigen Jahren in diese Projekte mit der Naturschutzbotschafterin und den anderen Verbänden eingebunden.
In St. Peter-Ording bauten wir gerade im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms Strandbrüter zum dritten Mal vor Böhl einen Elektrozaun auf, der eine hoch liegende Muschelsandfläche gegen Füchse und Marderhunde schützen soll. Im vorigen Jahr brüteten hier mindestens 3 Paare Zwergseeschwalben sowie jeweils 3 Paare Sand- und 6 Paare Seeregenpfeifer.
Neu in diesem Jahr sind Strandinseln auf Amrum und Föhr. Auf Amrum initiierte die Naturschutzkoordinatorin Hanna Zimmermann gerade den Schutz von 4 Flächen auf dem Kniepsand vor Nebel und Süddorf. Die Teams von Schutzstation Wattenmeer und Öömrang Ferian verbauten hier an zwei Tagen rund 300 Holzpfähle samt 1.500 Metern Seil.
Auf Föhr errichteten der LKN und die Schutzstation im Vorgriff auf eine Sandvorspülung im kommenden Jahr zwei Strandinseln insbesondere für Sandregenpfeifer an den Dünen südöstlich von Nieblum. Zugleich soll im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms am Sörenswai im Norden der Insel untersucht werden, ob hier eine anders als bisher gekennzeichnete Strandinsel den Bruterfolg von Sandregenpfeifern und Zwergseeschwalben verbessern kann. Das Projekt vor St. Peter-Ording und auf Föhr wird in Kooperation mit dem Michael-Otto-Institut im NABU durchgeführt und vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert.
Insgesamt gehen wir in den verschiedenen Betreuungsgebieten so gut vorbereitet in die Vogelbrutsaison wie selten zuvor. Da die Osterferien sehr spät und schon in der Brutzeit liegen, bitten wir die Gäste, die örtlichen Beschilderungen zu beachten, um den Vögeln Störungen bei der Brut oder der späteren Jungenaufzucht zu ersparen.
Mehr über die Brutsaison im Nationalpark erfährt man bei den vogelkundlichen Führungen, die unsere Freiwilligen an vielen Orten anbieten. In diesen Veranstaltungen berichten sie auch von der Brutvogelkartierung, in der sie noch bis Anfang Juni in weiten Bereichen ihrer Betreuungsgebiete unterwegs sind. Die Termine stehen im Gesamtkalender und auf den Seiten der jeweiligen Stationen.